Eine Ausstellung mit Bildern der Fotografen Marianne S. Häusling und Armin Dickel

von Gabriele Rode

Gut besucht zeigte sich das Atrium der Carl-Bantzer-Schule am gestrigen frühlingshaften Sonntag. Mit Spannung erwarteten die Gäste die Eröffnung der 31.Galerie in der Schule durch die Schulleiterin Heidrun Elborg, die an diesem Vormittag gleich zwei Bürgermeister herzlich willkommen heißen durfte. Die Stadt Schwalmstadt wurde durch Herrn Bürgermeister Stefan Pinhard und die Gemeinde Schrecksbach durch Herrn Bürgermeister Andreas Schultheis vertreten, der die Laudatio für den aus Holzburg stammenden Fotografen Armin Dickel übernahm.

Marianne Spenner-Häusling und Armin Dickel vor ihren Kunstwerken

Nachdem die letzten Töne von Händels „Largo“, meisterlich dargeboten durch die Lehramtsreferendarin Ina Barsukow, verklungen waren, erhielten die Gäste einen sehr persönlichen Blick auf die Bilder der Fotografin Marianne Spenner-Häusling. Mit viel Liebe zum Detail wies Frau Stefanie Schneider in ihrer Laudatio auf das Entstehen der Bilder und auf zahlreiche Begegnungen mit der Künstlerin hin, durch die auch sie die Freude am Fotografieren entdeckte.

 Laudatio für M. Spenner-Häusling von Stefanie Schneider

M. Spenner-Häusling findet ihre Motive in der Natur und fängt mit ihrer Kamera Impressionen ein, die den Betrachter faszinieren. Lichtstimmungen und Farben verzaubern das Auge, Menschen werden aus einem besonderen Blickwinkel betrachtet und Tiere begeistern uns durch die Momentaufnahme. Die Titel der Fotos lassen Rückschlüsse auf den Zauber zu. Als Beispiele seien hier „Abendgold“ und „Gelassenheit“ genannt. Den Blick so direkt auf die Landschaft, die Heimat und die Stille der Natur zu richten, erfordert ein hohes Maß an Professionalität und diese spricht aus jedem der Bilder.

Die Intensität der Motive zeige sich oft erst, wenn man sich auf sie einlässt, ihnen Raum gibt. Dann geben sie ihre Seele preis. Diese Worte der Künstlerin beschreiben ihre Arbeiten sehr treffend.

 Leidenschaft und Professionalität stellen auch die Bilder von Armin Dickel unter Beweis, der eine völlig andere Art der Fotografie in dieser Ausstellung zeigt.

 A.Dickel arbeitet vorrangig mit Wasser und enthüllt mit seiner Fotografie die fantastische Mystik des Elements Wasser in einer atemberaubenden Formenvielfalt und in physikalisch reiner Ästhetik. In seiner Laudatio hob Bürgermeister Schultheis genau diesen Aspekt hervor und wies zugleich auf die besondere Rolle des Wassers als Naturgewalt hin. Armin Dickel zeigt Kunstwerke der Tropfenfotografie und lässt in Bruchteilen von Sekunden unglaubliche Formen entstehen. Ohne Bildbearbeitungstricks entstehen Variationen von Licht, Farbe und Form. Dem Betrachter offenbaren sich Skulpturen eines Augenblicks.

Armin Dickel erklärt den Gästen seine Technik

 Zum Abschluss der Vernissage ging ein besonderer Dank an Frau Ina Paschek-Becker und alle weiteren Kolleginnen und Kollegen des Fachbereiches Kunst der Carl-Bantzer-Schule für die geleistete Arbeit im Vorfeld der Ausstellung.

Bei Kaffee und Kuchen oder einem Glas Sekt verweilten die Gäste noch lange nach dem offiziellen Teil im Licht durchflutetem Atrium der Schule. Viele interessante Gespräche ergaben sich beim Betrachten der Bilder.

 Die Ausstellung im Atrium der Carl- Bantzer-Schule ist an Schultagen in der Zeit vom 23.04.2018 bis zum 08.06.2018 von 8.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.