Am Montag, den 12.12.2016, besuchten wir, die beiden Klassen 9aG und 9bG, auf Initiative von Herrn Macht einen Workshop der Anne-Frank-Bildungsstätte in Frankfurt zum Thema Zivilcourage. Die zwei nach Klassen aufgeteilten Gruppen wurden während des Workshops von jeweils zwei jungen Mitarbeiterinnen betreut. Dabei gingen die beiden Gruppen das Thema in ähnlicher Art und Weise an.

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Im Rahmen des Unterrichts in PoWi (Politikwissenschaft) erkundete die Klasse 10aG zusammen mit ihrer Lehrerin Iris Riemenschneider die Ausstellung „HESSEN damals und heute“ im Atrium der Carl-Bantzer-Schule. Die Ausstellung wurde zur Feier des 70-jährigen Bestehens des Landes Hessen vom Statistischen Landesamt zusammengestellt. Auf 10 Postern werden dort die Veränderungen in verschiedenen Bereichen innerhalb der letzten 70 Jahre anschaulich dargestellt.

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An der Carl-Bantzer-Schule sind die drei gesellschaftswissenschaftlichen Fächer Erdkunde, Geschichte sowie Politik & Wirtschaft in einem Fachbereich zusammengefasst, so dass fächerübergreifender Unterricht in den verschiedenen Jahrgangsstufen besser koordiniert und effektiver umgesetzt werden kann. Prof. Frederic Vester prägte schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts den Begriff des „vernetzten Denkens“. Damit ist gemeint, dass Prozesse in modernen Gesellschaften nicht mehr linear zu erklären sind, sondern eine Vielzahl von Variablen aufweisen, die aus unterschiedlichen Fachbereichen stammen – dieses überzeugenden Prinzip versucht der fächerübergreifende Unterricht an der Carl-Bantzer-Schule umzusetzen.

Die zentralen Inhalte des GL-Unterrichtes sind im Hessischen Schulgesetz formuliert und werden in der Schule konsequent umgesetzt. In seiner neuesten Fassung fordert der Gesetzgeber einen an den Interessen der Schüler orientierten Unterricht, der nachhaltig fachspezifische Kompetenzen aufbaut und weiter entwickelt. So genannte Bildungsstandards sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn in der Carl-Bantzer-Schule die jeweils fachspezifischen Kompetenzen erworben haben.

Moderner GL-Unterricht orientiert sich nicht mehr nur an klassischer Vermittlung von Fachwissen, sondern versucht die Schülerinnen und Schüler dahingehend auszubilden, dass sie für ein lebenslanges Lernen gerüstet sind. Hintergrund ist, dass sich das Wissen der Informationsgesellschaft in immer kürzeren Zeitabständen verdoppelt („Wissensexplosion“). Darüber hinaus erwerben die Lernenden fundierte methodische Kenntnisse, um sich in einer zunehmend medialen Umwelt kompetent zurechtfinden zu können. Die Auswertung von Tabellen, Infographiken oder Karikaturen gehört daher zum Standardprogramm in allen Jahrgangsstufen und wird in ihrer Komplexität sukzessive erweitert. Ein effektive und zielgerichtete Nutzung des Internets wird immer wieder thematisiert, wenn die modernen Tablets im Unterricht eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des GL-Unterrichtes ist die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu aktiven Mitgliedern der Gesellschaft, die als kritische Menschen in der Lage sind, raumrelevante, historische, politische und wirtschaftliche Ereignisse beurteilen und Stellung dazu nehmen zu können.

Beispielhaft seien einige Elemente des schulinternen GL-Curriculums erwähnt:

  •  intensives Methodentraining in allen Jahrgangsstufen (z.B.: Karikaturen analysieren)
  • fächerübergreifender Unterricht (z.B.: Globalisierung/Entwicklungsländer/Imperialismus)
  • handlungsorientierter Untericht (z.B.: Durchführung von Planspielen)
  • projektorientierter Unterricht (z.B.: Erstellen von Facharbeiten mit Tablets)
  • Besuch außerschulischer Lernorte (z.B.: Exkursionen zur Saalburg oder ins Konzentrationslager Breitenau bei Guxhagen)

Thomas Raufeisen berichtet an der Carl-Bantzer-Schule über die Flucht seiner Familie in die DDR

„Ein Leben im Spannungsfeld zwischen Demokratie und Diktatur“ – diesen Titel trägt der Vortrag von Thomas Raufeisen, der 1962 in Hannover geboren wurde, dort bis zu seinem 17. Lebensjahr aufwuchs und der am 22.01.1979 mit seiner Familie in die DDR fliehen musste. 55 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 glaubten anfangs, sich verhört zu haben. Schließlich hatten sie im Unterricht erfahren, dass in den 40 Jahren des Bestehens der DDR doch ca. 3,8 Millionen Menschen in die andere Richtung geflohen waren. Welches merkwürdige Schicksal mochte dieser Mann, Thomas Raufeisen, ihnen wohl berichten?

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