Juniorwahl 2017: 1 Million Jugendliche gehen bei Bundestagswahl der Jugend vom 18. bis 22. September an die Wahlurne!

Für eine Million Schüler an 3.500 Schulen hieß es bei der Juniorwahl 2017 in ganz Deutschland: Kreuz machen und wählen gehen!

 Jannis Conradi bei der Abgabe seines Stimmzettels

 

Die Juniorwahl zählt zu den größten Schulprojekten in Deutschland und steht zur Bundestagswahl 2017 unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Norbert Lammert.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Seit dem Ende der Sommerferien steht das Thema „Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan. Nun ging es ab der kommenden Woche wie bei der „echten“ Bundestagswahl für die Schüler mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis in das Wahllokal der Schule. Die rund 38.000 Wahlhelfer in den beteiligten Schulen, die Wählerverzeichnisse angelegt haben und später die Stimmen auszählten, übernahmen aktiv Verantwortung und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

Der Wahlvorstand kontrolliert seine Daten (von links: Lia Schmitt – Wählerverzeichnis; Alicia Neidert sammelt die Benachrichtigungskarten; Meikel Kotz kontrolliert den Schülerausweis; Mika Gebhardt beobachtet im Hintergrund den ordnungsgemäßen Wahlverlauf)

Das Gesamtergebnis der Zweitstimmen und die Sieger der Erststimmen der Juniorwahl werden am Wahlsonntag, den 24. September 2017 um 18:00 Uhr auf www.juniorwahl.de veröffentlicht.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass sich die Wahlbeteiligung der beteiligten Eltern erhöhte, ebenso wie die Wahlbeteiligung unter Erstwählern. Zudem sank der Anteil der Nichtwähler von 22 auf unter 7 Prozent.

Seit 1999 wird das Projekt bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Seither haben sich mehr als 1,8 Millionen Jugendliche beteiligt.

Pressemitteilung: www.juniorwahl.de (gekürzt)

Auch an der Carl-Bantzer-Schule standen seit Wochen alle Zeichen auf „Wahl“. Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 9 und 10 beschäftigten sich während des Politik-Unterrichts intensiv mit Fragen rund ums Wählen, Parteienvielfalt, Parlament & Regierung, Gesetzgebungsverfahren udm. Außerdem erprobten sie den von der Bundeszentrale für politische Bildung betriebenen Wahl-o-maten. Nachdem sie die 38 Fragen beantwortet hatten, konnten sie ihre politischen Ansichten mit denen der Parteien vergleichen.

Am Mittwoch, den 20.09.2017 war es dann so weit. 186 Wahlberechtigte hatten zwei Wochen zuvor ihre Wahlbenachrichtigung erhalten und konnten zwischen 9.00 und 12.00 h von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen – 163 von ihnen nutzen die Möglichkeit, an der Bundestagswahl teilzunehmen (die Wahlbeteiligung entspricht 87,6%). Von den abgegebenen Stimmen waren acht ungültig.

Und das sind die Ergebnisse:

Erststimme (nur die ersten Drei):

Dr. Franke, Edgar – 58 Stimmen (37,4%)

Siebert, Bernd – 35 Stimmen (22,6%)

Glaser, Albrecht – 30 Stimmen (19,4%)

Zweitstimme (nur die Parteien, welche die 5%-Hürde überschritten haben und in den Bundestag kämen):

SPD – 27,1%

CDU – 18,7 %

AfD – 14,2%

Grüne – 12,3%

FDP – 6,5%

Tierschutzpartei – 5,2%

Die Simulation der Bundestagswahl wurde von vielen Schülern gelobt, weil sie sehr gut organisiert war und die Wahlunterlagen täuschend echt aussahen. Zudem sagten viele der Befragten, dass sie politische Zusammenhänge jetzt viel besser verstanden hätten.

Heiner Schlußnus